Fotoausstellung

 

„Der 1000jährige Frieden von Bautzen in der Gemeinde Pieńsk 1018-2018“

Die Ausstellung dokumentiert das historische Picknick „Die Schlacht um die Lausitz“ - ein buntes Spektakel, welches im Herbst 2018 unter Mitwirkung verschiedener Gruppen aus der Frühmittelalter-Reenactment-Szenein Bielawa Dolna in der Gemeinde Pieńsk stattgefunden hat. Anlass für dieses Ereignis war die Gedenkfeier zum eintausendsten Jubiläum des Friedensschlusses zwischen dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Heinrich II. und dem polnischen Regenten Bolesław Chrobry, welcher im Jahre 1025 zum ersten polnischen König gekrönt wurde. Das Euroregionale Zentrum für Kultur und Kommunikation in Pieńsk als Urheber und Hauptveranstalter hat dieses Event in Zusammenarbeit mit dem Freizeit- und Erlebnispark Kulturinsel Einsiedel organisiert.

 

"1000 Jahre Oberlausitz - Menschen, Burgen, Städte"    


Das Projekt "1000 Jahre Oberlausitz - Menschen, Burgen, Städte" wird durch das Landesamt für Archäologie Sachsen, die Naturwissenschaftliche Universität in Breslau, das Museum Bautzen, die Städtischen Museen Zittau, das Keramikmuseum in Bunzlau (Bolesławiec) und das Euroregionale Zentrum für Kultur und Kommunikation in Pieńsk realisiert.

Ziel des Projektes ist die Vermittlung des gemeinsamen kulturellen Erbes im polnisch-sächsischen Grenzbereich, welches die Grundlage für die gemeinsame regionale Identität bildet und großes Potential für die Entwicklung des Tourismus besitzt. Das Projekt soll einen gesellschaftlichen Beitrag dazu leisten, die Denkmäler der Region neu zu entdecken und wertzuschätzen. Des Weiteren soll es als Anstoß für einen kreativen Umgang mit der Geschichte und ihren Denkmalen im Fördergebiet dienen.

 

Im Herbst 2018 wurde in der Ortschaft Bielawa Dolna  in der  Gemeinde Pieńsk ein historisches Picknick „Die Schlacht um die Lausitz“   ein buntes Spektakel unter der Mitwirkung verschiedener Gruppen aus der Frühmittelalter-Reenactment-Szene organisiert. Urheber und Hauptveranstalter des Events war das Euroregionale Zentrum für Kultur und Kommunikation Pieńsk in Zusammenarbeit mit Herrn Jürgen Bergmann vom Freizeit- und Erlebnispark Kulturinsel Einsiedel e.V.  

Begleitet wurde die Veranstaltung von der sorbischen Kriegertruppe „Białoboh“ und dem internationalen Kämpferverbund RED WING ARMIA BOLESŁAWA.

Anlass für dieses Ereignis war die Gedenkfeier zum eintausendsten Jubiläum des Friedensschlusses zwischen dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Heinrich II. und dem polnischen Regenten Bolesław Chrobry, welcher im Jahre 1025 zum ersten polnischen König gekrönt wurde.

In Folge des Friedensschlusses von Bautzen wurden die Kriege zwischen den polnischen und deutschen Herrschern um Böhmen und die Lausitz, die seit dem Jahr 1002 geführt worden sind, beendet. Kraft des Abkommens wurden Polen die Lausitz, Milzenerland und Mähren zugesprochen. Bolesław erhielt zudem den kaiserlichen militärischen Beistand für seinen Feldzug nach Kiew.

 

Die historische Inszenierung der „Schlacht um die Lausitz“ berührte sowohl die militärischen als auch die diplomatischen Aspekte dieses Konfliktes sowie dessen Beendigung. Sie bildete den schaustellerischen Rahmen für das 1000jährige Jubiläum dieses für Polen, Deutschland und vor allem für die Lausitz so wichtigen Ereignisses.  Bedeutsam für Veranstaltung war, dass die Mitwirkenden des Kämpferverbundes RED WING ARMIA BOLESŁAWA, welche an der Aufführung teilgenommen haben, aus Polen, England, Norwegen, Italien, der Slowakei und der Ukraine kamen.

Bei dem Schauspiel handelte es sich nicht um eine Darstellung, die eins-zu-eins die konkreten historischen Ereignisses widergibt. Vielmehr sollte die kulturelle Darbietung die Verhältnisse zwischen Polen und Deutschland vor tausend Jahren in der Oberlausitz zeigen. Die Ausrüstungen und verschiedenen Schmuckelemente, die während der Inszenierung getragen wurden, nähern sich den für das frühe Mittelalter überlieferten Originalen nur an. Einige Kostüme und Requisiten, welche die Akteure getragen haben, sind zudem erfunden und entsprechen nicht der Epoche und der Region.

 

Das historische Picknick „Die Schlacht um die Lausitz“ wurde durch die Einweihung der  Kunstinstallation „Bolesław Chrobry“ eingeleitet, welche an die Person des ersten Königs von Polen erinnern soll. Als Regent hatte er in den Jahren 1002-1018 mit dem deutschen König und späteren Kaiser Heinrich II. Krieg um die Lausitz geführt hat, welcher im Januar 1018 mit dem Friedensschluss in Bautzen beendet wurde.

Zum Gedenken an dieses Ereignis hat der Ortsvorsteher von Bielawa Górna - Strzelno mit der Unterstützung des Euroregionalen Zentrums für Kultur und Kommunikation in Pieńsk und des Lausitzer Museums in Zgorzelec Vorbereitungen getroffen, ein Denkmal des Herrschers zu errichten. Urheber der Skulptur, welche auf einem Steinsockel aufgestellt wurde, ist ein lokaler Künstler aus Bielawa Dolna – Herr Mieczysław Grabuńczyk.

 

Wir, die heutigen Anwohner der Region, tragen die große Verantwortung, an diesen bedeutsamen  Teile der Historie zu erinnern, das Interesse an der lokalen Geschichte zu fördern und die kommenden Generationen zu Heimatverbundenheit und Wertschätzung der Traditionen und Geschichte Polens und Deutschlands, unserer Nachbarn und unserer Heimat Oberlausitz anzuregen.

Die Veranstalter wurden unterstützt von:
Lausitzer Museum in Zgorzelec, Regionalmuseum in Lubań, Stadtverwaltung Zgorzelec, Stiftung „Lausitz heute und gestern”, Verein zur Vermarktung der Kultur des Land Pieńsk , Lausitzer Zentrum für Stadtentwicklung in Lubań, Forstamt Pieńsk, Freiwillige Feuerwehr Pieńsk, Historische Musikgruppe „Ęzibaba” , Herr Stefan Chmielecki, Herr Aleksander Karcz.

Die in der Ausstellung präsentierten Fotos wurden aufgenommen von:
- Anna Sol Basta
- Jakub Wróbel
- EuRegioKom Pieńsk